|
|
||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||
Seit etlichen Jahren spricht man auch in den öffentlichen Bädern von Wellness-Bereichen. Dabei gibt es keine klare und eindeutige Definition des Begriffes Wellness. Vielleicht kann man entsprechend der englischen Bedeutung als Leitmotiv von Wohlbefinden bzw. Wohlergehen ausgehen (in diesem Sinne bereits 1654 in England erwähnt und das, was dazu gehört oder dahin führt, diesem unterordnen. Entsprechend den persönlichen Empfindungen der Besucher wird eine klare Zuordnung bestimmter Anwendungen oder Behandlungen erschwert. Bauliche und gestalterische Anforderungen verschiedener Objekte für Wellness Der private Bereich (...)
Wellness-Anlagen in Hotels sollen in erster Linie zu einer besseren Auslastung und zur Erhöhung der Übernachtungszahlen beitragen. Gelegentlich können sie aber auch von externen Gästen genutzt werden. Am Beispiel der Villa Westerberge in Aschersleben wird die wellnessorientierte Erweiterung eines Seminarhotels aufgezeigt. Es sollte dafür ein neues Gebäude geschaffen und mit dem bestehenden verbunden werden. Der von unserem Architekturbüro geplante moderne Anbau an das in einem Park gelegene historische Gebäude erhielt durch die eingesetzten Materialien auch Bezüge zur Vergangenheit. Die Aufgabe bestand in der Umsetzung eines sehr vielfältigen Raum- und Ausstattungsprogramms. Neben der notwendigen Öffnung und Erweiterung des Barbereichs zum Park hin waren ein großzügiger Fitnessraum sowie eine Wellnessund Sauna-Landschaft zu erstellen. Letztere sollte auf kleinstem Raum geschaffen werden mit Um solche Anlagen sinnvoll planen zu können, ist eine Fläche von 300 bis 500 m2 erforderlich. Die Raumhöhe sollte für diese Art von Gebäuden mindestens 3,00 bis 3,50 m betragen, für einige Räume z. B. Sauna und Dampfbad jedoch darunter liegen. Neben der notwendigen Abstimmung der Farben wurden auch hier dem Bauherrn anspruchsvolle Materialien vorgeschlagen. Dazu gehören: Neben der eigenen planenden Entwurfstätigkeit bezieht unser Büro schon früh Spezialisten in den Ausbau mit ein. So hat eine besondere Fachfirma für das Dampfbad und den Eisbrunnen dieses Projektes Handformkacheln entwickelt. Dadurch entstand eine Kombination aus Standard-Keramiken und absoluten Unikaten, die nur für diese Anlage gefertigt wurden. Technische Grundvoraussetzung für diese Anlagen ist, dass unbedingt eine mechanische Be- und Entlüftung vorgesehen wird. Auf Grund der bauphysikalischen Anforderungen sind alle Gebäudeteile gegen Wärmeverlust zu dämmen und die Konstruktionen thermisch zu trennen. Die innenliegenden Bereiche mit hoher Luftfeuchtigkeit sind zwingend gegen das Gebäude dampfdicht auszuführen. In Studios und Clubs Zielgruppe der Fitnessstudios und -clubs sind alle Altersgruppen. Die Anlagen werden in dieser Abhandlung nur der Vollständigkeit halber kurz erwähnt, da der Trend dieser Wellness-Objekte schon seit einigen Jahren bekannt ist. Jedoch werden auch derartige Anlagen im Allgemeinen der Entwicklung in diesem Bereich weiter angepasst. weiter: In öffentlichen Bädern |
| Artikel aus "Archiv des Badewesens", Ausgabe 04.03 Wellness-Bereiche in Bädern von Dipl.-Ing. Michael Krieger In öffentlichen Bädern -Von den Wellness-Bereichen und -einrichtungen in öffentlichen Bädern geht bei entsprechender Gestaltung ein Synergieeffekt aus, der sich vor allem in ihren Profitbereichen auswirkt. Bau und Gestaltung sollen an zwei Beispielen erläutert werden, für die unser Architektenbüro verantwortlich zeichnet. Freizeitbad Ishara in Bielefeld Zunächst gehe ich auf das Freizeitbad Ishara in Bielefeld ein, das vor zwei Jahren fertiggestellt wurde. An einem verkehrsdominierten, innerstädtischen Standort am Bielefelder Hauptbahnhof bietet die Architektur eine konsequent introvertierte Lösung. Besonders wichtig bei der Konzeption und Gestaltung insbesondere des Wellness-Bereiches ist die Thematisierung der Anlage. Für das Ishara geschah dies unter dem Motto Die Reise in den Orient. Die Planer hatten die Inszenierung des Themas möglichst realistisch, aber dabei so zu gestalten, dass sie auf den Badegast nicht fremd wirkt. Durch die ganzheitliche Gestaltung des Sauna- und Wellness- Bereiches wird dem Gast eine Atmosphäre geboten, die ihn aus dem Alltag entführt und Gelegenheit zum Wohlfühlen gibt. Für derartige Anlagen, die Bestandteil eines öffentlichen Bades sind, sollten wie in Bielefeld ca. 800 m2 Innenfläche und ca. 1500 m2 Außenfläche zur Verfügung stehen. Auch im Ishara wurde bei der Innenausstattung der Schwerpunkt auf natürliche Materialien gelegt. Zum Einsatz kamen wieder Holz, Keramiken und Naturstein. Der Raumeindruck wird darüber hinaus durch Wasserspiele, stimmungsvolle Beleuchtung, Wandmalereien und harmonische, entspannende Klänge unterstützt. Für die Möblierung wurden klassische Korbsessel mit Stoffbezügen gewählt. Freizeitbad Oer-Erkenschwick Als weiteres Beispiel für die Planung von Wellness-Anlagen soll ein Projekt erläutert werden, das für die Stadt Oer-Erkenschwick entwickelt wurde. Das Freizeitbad befindet sich gegenwärtig im Bau und soll Ende des Jahres fertiggestellt sein. Auch in diesem Fall waren die Thematisierung und die gestalterische Integration der unterschiedlichen Einrichtungen und Bereiche des Bades, seiner diversen Becken sowie der Wellness- und Sauna-Landschaft von größter Bedeutung. In der Kombination eines Sport-, Erlebnis- und Saunabades kommt es architektonisch-funktional immer wieder darauf an, eine Verbindung der einzelnen Teile auch gestalterisch zu erreichen. Für das gesamte Bad wurde in diesem Fall das Motto Schiffsarchitektur gewählt, mit dem Ziel, durchgehend ein maritimes Ambiente zu erreichen. Die zur Ausstattung und Gestaltung erforderlichen edlen und natürlichen Materialien sollen unter Beachtung der bisherigen Ausführungen selbstverständlich mehr den maritimen Vorstellungen entsprechen.
|
zurück: Wellness-Bereiche in Bädern |
| Kontakt | ||
Dr. Krieger Architekten + Ingenieure GmbH & Co. KG Blumenstraße 2 D-42551 Velbert T +49 (0)2051-3107-0 F +49 (0)2051-3107-90 info@architekt-krieger.de © 2009 Dr. Krieger, Impressum |