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Artikel aus "Archiv des Badewesens"
Ausgabe 04.03
Wellness-Bereiche in Bädern

von Dipl.-Ing. Michael Krieger

Seit etlichen Jahren spricht man auch in den öffentlichen Bädern von Wellness-Bereichen. Dabei gibt es keine klare und eindeutige Definition des Begriffes „Wellness“. Vielleicht kann man entsprechend der englischen Bedeutung als Leitmotiv von Wohlbefinden bzw. Wohlergehen ausgehen (in diesem Sinne bereits 1654 in England erwähnt und das, was dazu gehört oder dahin führt, diesem unterordnen. Entsprechend den persönlichen Empfindungen der Besucher wird eine klare Zuordnung bestimmter Anwendungen oder Behandlungen erschwert.

Bauliche und gestalterische Anforderungen verschiedener Objekte für Wellness

Der private Bereich
(...)

Einrichtungen in Hotelanlagen

Wellness-Anlagen in Hotels sollen in erster Linie zu einer besseren Auslastung und zur Erhöhung der Übernachtungszahlen beitragen. Gelegentlich können sie aber auch von externen Gästen genutzt werden. Am Beispiel der „Villa Westerberge“ in Aschersleben wird die wellnessorientierte Erweiterung eines Seminarhotels aufgezeigt. Es sollte dafür ein neues Gebäude geschaffen und mit dem bestehenden verbunden werden. Der von unserem Architekturbüro geplante moderne Anbau an das in einem Park gelegene historische Gebäude erhielt durch die eingesetzten Materialien auch Bezüge zur Vergangenheit. Die Aufgabe bestand in der Umsetzung eines sehr vielfältigen Raum- und Ausstattungsprogramms. Neben der notwendigen Öffnung und Erweiterung des Barbereichs zum Park hin waren ein großzügiger Fitnessraum sowie eine Wellnessund Sauna-Landschaft zu erstellen. Letztere sollte auf kleinstem Raum geschaffen werden mit

finnischer Sauna
Dampfbad
Massageraum
Saunagarten
Ruheraum
Raum für Eisbrunnen

Um solche Anlagen sinnvoll planen zu können, ist eine Fläche von 300 bis 500 m2 erforderlich. Die Raumhöhe sollte für diese Art von Gebäuden mindestens 3,00 bis 3,50 m betragen, für einige Räume – z. B. Sauna und Dampfbad – jedoch darunter liegen. Neben der notwendigen Abstimmung der Farben wurden auch hier dem Bauherrn anspruchsvolle Materialien vorgeschlagen.
Dazu gehören:

handgeformte Keramik
Mosaiken
Natursteine
Holz

Neben der eigenen planenden Entwurfstätigkeit bezieht unser Büro schon früh Spezialisten in den Ausbau mit ein. So hat eine besondere Fachfirma für das Dampfbad und den Eisbrunnen dieses Projektes Handformkacheln entwickelt. Dadurch entstand eine Kombination aus Standard-Keramiken und absoluten Unikaten, die nur für diese Anlage gefertigt wurden. Technische Grundvoraussetzung für diese Anlagen ist, dass unbedingt eine mechanische Be- und Entlüftung vorgesehen wird. Auf Grund der bauphysikalischen Anforderungen sind alle Gebäudeteile gegen Wärmeverlust zu dämmen und die Konstruktionen thermisch zu trennen. Die innenliegenden Bereiche mit hoher Luftfeuchtigkeit sind zwingend gegen das Gebäude dampfdicht auszuführen. In Studios und Clubs Zielgruppe der Fitnessstudios und -clubs sind alle Altersgruppen. Die Anlagen werden in dieser Abhandlung nur der Vollständigkeit halber kurz erwähnt, da der Trend dieser Wellness-Objekte schon seit einigen Jahren bekannt ist. Jedoch werden auch derartige Anlagen im Allgemeinen der Entwicklung in diesem Bereich weiter angepasst.

weiter: In öffentlichen Bädern

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