Kennzahlen und Fakten Baubeginn _ Februar 2006 Eröffnung _ Februar 2008 Baukosten _ 17,14 Mio. EUR* Projektleiter _ Thomas Duzia *ohne MwSt, KG 200-600 Raumprogramm |
Alte Façon Neues Gesicht Im Juli 1909 entstand in Darmstadt ein Volksbad, das damals nicht nur Ausdruck einer sich veränderten Gesellschaft wurde, sondern auch architektonisch zu der Entwicklung der benachbarten Mathildenhöhe passte. 1944 wurden wesentliche Teile des Gebäudes zerstört und erst 2005 eine Sanierung mit städtebaulichem Anspruch beschlossen. Der Neubau sollte in das vorhandene Ensemble als städtebauliche Reparatur eingefügt werden. In dem 2008 fertiggestellten neuen Jugendstilbad wurden die alten Proportionen wieder hergestellt und gleichzeitig eine moderne SPA-Landschaft realisiert. So gelang es, ein vitales Gebäude zu konstruieren, das den Spagat zwischen Bewahren und Erneuern schafft, indem es sich der Historie stellt, sich ihr aber nicht unterwirft. |
| Auszeichnungen Sonderpreis der European Waterpark Association (EWA) für hervorragende Bäderbauten. Das Jugendstilbad wurde kurz nach seiner Eröffnung bereits zu den TOP 3 der beliebtesten Bauwerke Hessens gewählt. |
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13.07.2009, Caparol - Presse Auszeichnung - Hessischer Denkmalschutzpreis unter anderem für Jugendstilbad Darmstadt Darmstadt. Für die vorbildliche Sanierung des Darmstädter Jugendstilbads erhielt die Stadt Darmstadt jetzt
den Hessischen Denkmalschutzpreis. Nach hundert Jahren, in denen hier auch eine Großschneiderei für Militäruniformen und ein Hundebad untergebracht waren,
ist das Jugendstilbad zu einer modernen Wellness- und Gesundheits-Oase geworden. Im Inneren wurde dank genauer Rekonstruktionen die alte Pracht mit traditionellen
Techniken und einer kräftigen Farbigkeit wieder hergestellt. Quelle: Caparol - Presse |
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01.11.2008, PRESSEINFORMATION des Jugendstilbad Darmstadt Zuschauer des hr-fernsehens haben online abgestimmt Frankfurt. Ob Publikumsmagnete wie Limburger Dom, Kasseler Herkules und Frankfurter Römer oder Geheimtipps wie das Wolfgang-Bonhage-Museum in Korbach, die Einhardsbasilika in Stein im Odenwald oder die Feste Ziegenhain in Schwalmstadt - Hessen hat viele außergewöhnliche Bauwerke zu bieten. |
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29. Oktober 2008, Frankfurter Rundschau 140.000 kamen seit Eröffnung im Februar / Bäder-Oskar für gelungene historische Rekonstruktion Am besten besucht ist das Haus am Abend und an Wochenenden. Üblicherweise ist die Jugendstil-Oase von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Beliebt sind jedoch die allmonatliche Mitternachtssauna und auch das Massage- und Kosmetikangebot, das auch ohne Badebesuch genutzt werden kann. 2009 wird das Haus 100 Jahre alt. Ein großes Programm für Gäste ist geplant. Eine erste Auszeichnung konnte das Bad bereits einheimsen. Von der "European Waterpark Association", einem Dachverband von 200 Mitgliedsorganisationen, erhielt Darmstadt den "Bäder-Oskar". Einen Sonderpreis für die Wiederherstellung des Jugendstilbades und "die gelungene Integration von historischer Architektur und modernem Badeangebot". Eine Anerkennung, so Quell und Bürgermeister Wolfgang Glenz (SPD), für den Mut und das große Engagement von Stadt und Denkmalschutz. Fotostrecke: FR-online.de Quelle: Frankfurter Rundschau |
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29. Oktober 2008, Darmstädter Echo Wettbewerb-Sonderpreis für Wiederbelebung historischer Badekultur - Besucherzahl entspricht den Erwartungen - Viele Saunagäste, ausgebuchte Mutter-Kind-Kurse Den "Bäder-Oscar", wie er in Fachkreisen auch genannt wird, verleiht alljährlich die European Waterpark Association (EWA), ein europaweiter Dachverband der Bäderbranche, in verschiedenen Kategorien - und dieses Jahr zusätzlich einen Sonderpreis. Der Professional Award, eine Auszeichnung für Bäder, Thermen und Freizeitanlagen mit vorbildhafter Atmosphäre, wurde dem "Fildorado" in Filderstadt überreicht, der Marketing Award für besonders wirtschaftliche Bäder der "Therme Bad Aibling". Sichtlich stolz über die Auszeichnung, bedankte sich Michael Quell vom Aquapark Management am Dienstag für "den Mut das Engagement" der Stadt Darmstadt, der guten Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege und dem verantwortlichen Architektenbüro Krieger. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei den Restaurierungsarbeiten, "bei denen 1000 Quadratmeter Decken ausgetauscht werden mussten, was zunächst nicht geplant war", so Michael Krieger, ist seine konstruierte denkmalgerechte Modernisierung des Gebäudes schließlich maßgeblich für die Auszeichnung verantwortlich. "Die Symbiose aus Alt und Neu ist uns gut gelungen", sagt Krieger und weiß zu berichten, dass es in Deutschland kein vergleichbares Jugendstilbad gibt. Bürgermeister Wolfgang Glenz sprach von "gut investiertem Geld" und bedankte sich für "das beispielhafte Zusammenwirken aller Komponenten", denn eine Nominierung ist nur Bädern mit qualitativ hohem Standard vorbehalten. Überraschend wurde das Jugendstilbad von Bürgern, die im Internet über die schönsten Bauwerke Hessens abstimmen konnten, unter die 50 beliebtesten Gebäude gewählt. "Es ist bemerkenswert, dass das Bad nach so kurzer Zeit überregional so beliebt geworden ist", äußerte sich Wolfgang Glenz zur Erfolgsgeschichte des historischen Bades. Quelle: Darmstädter Echo |
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27.10.2008, PRESSEINFORMATION des Jugendstilbad Darmstadt Auszeichnung für das Jugendstilbad Darmstadt Darmstadt. Das Jugendstilbad Darmstadt hat anlässlich der Bäderfachmesse Interbad in Stuttgart vom 15.-18. Oktober 2008 den Sonderpreis der European Waterpark Association für Bäderbauten erhalten. Die European Waterpark Association (EWA) ist ein europaweiter Dachverband der Bäderbranche mit rund 200 Mitgliedsorganisationen. In ihren Anlagen müssen Mitglieder der EWA einen hohen Qualitätsstandard und eine Ausstattung vorweisen, die ein bestimmtes konzeptionelles, technisches, architektonisches und dekoratives Niveau widerspiegeln. Die EWA verleiht jährlichen im Rahmen eines Wettbewerbes einen Professional Award für besonders vorbildhafte und innovative Bäder, Thermen und Freizeitanlagen sowie einen entsprechenden Marketing Award. Für den Professional Award können innovative Gestaltungsbeispiele für Bäder eingereicht werden. Dies betrifft sowohl Gesamtanlagen, die in jüngster Zeit eröffnet oder aber erweitert bzw. attraktiviert wurden als auch einzelne Angebotselemente und neue Attraktionen der Bäder sowie technische Innovationen, die jedoch auch positive Auswirkungen auf den Betrieb haben müssen. Mit dem Preis der EWA sollen also nicht nur attraktive und schöne Bäder ausgezeichnet werden, die Anlagen sollen auch wirtschaftlich sein und sich erfolgreich am Bädermarkt behaupten. Eine unabhängige Jury aus Vertretern der Fachwelt, der Presse und der Messe Stuttgart hat die Bewerbungen gesichtet, begutachtet und die Preise vergeben. Die Bewerbung des Jugendstilbades war der Jury dabei einen Sonderpreis wert. Mit der Verleihung des Sonderpreises an das Jugendstilbad hat die Jury das Engagement zur Wiederherstellung des historischen Bades aus der Jugendstilepoche gewürdigt. Besonders hervorgehoben wurde die gelungene Integration von historischer Architektur und modernem Badeangebot. „Das Jugendstilbad Darmstadt verdient den Sonderpreis der European Waterpark Association unter anderem auch deshalb, weil es gelungen ist, historische und moderne Badekulturen harmonisch miteinander zu verbinden“, so die Sprecherin der Jury Kim Adam in ihrer Laudatio zur Preisverleihung auf der Bädermesse Interbad in Stuttgart am 17. Oktober. Gelobt wurde die Verknüpfung des eigenständigen Neubaus als Gegenpol zum historischen Bestand mit behutsamer Gestaltungswirkung. Es sei eine sehr ambitionierte Arbeit, die mit viel Liebe zum Detail in der Rekonstruktion der historischen Gebäude beeindruckte. Die Preisverleihung erfolgte vor zahlreichem Fachpublikum im Rahmen eines offenen Empfanges am Messestand der European Waterpark Association. Stellvertretend für das Jugendstilbad und die Wissenschaftsstadt Darmstadt nahmen Martina Preisher vom Eigenbetrieb Bäder gemeinsam mit Michael Krieger vom Architekturbüro Dr. Krieger und Jörn Jansen als Betriebsleiter des Jugendstilbades und Vertreter des Betreibers Aquapark Management entgegen. Wissenschaftsstadt Darmstadt, Architekt wie auch Betreiber sehen mit der Verleihung des in der Branche als „europäischen Bäder-Oscar“ bekannten Preises eine Bestätigung und fachliche Anerkennung für die große Anstrengung im Rahmen des Projekts „Rekonstruktion des Jugendstilbades“ und freuen sich sehr. Es ist geplant, den Award in Kürze im Foyer des Jugendstilbades auszustellen und dort der Öffentlichkeit zu präsentieren.
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8. Februar 2008, FAZ.NET Jugenstilbad Darmstadt 12. August 2007 Nikolaus Heiss kann sich über seine Darmstädter nicht beklagen. Als Ende vergangenen Jahres klar war, dass die 18 Millionen Euro für den Umbau des alten Zentralbades zum modernen Jugendstilbad nicht ausreichen würden, um auch die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Turmhaube zu rekonstruieren, riefen Darmstadts Denkmalpfleger und Stadtrat Klaus Feuchtinger (Die Grünen) kurzerhand eine Spendenaktion ins Leben. Es dauert nicht lange, da meldete sich die Unternehmerfamilie Merck und stellte 100.000 Euro zur Verfügung. Leider fehlte Heiss im Frühjahr immer noch Geld für jene Jugendstillampen, die das Zentralbad bis zur schlimmen Brandnacht 1944 erleuchtet hatten. "Restaurierte Räume mit modernen Lampen, das kann nicht sein", sagte sich Darmstadts Denkmalschützer. Und was tat er? Richtig, er startete eine Spendenkampagne. Und auch sie war, wie sich jetzt zeigt, sehr ergiebig: Rund 130 Bürger griffen in die Tasche und brachten knapp 30.000 Euro auf. Isolde Nees erhöhte diese Summe im Namen des Altstadtvereins um weitere 15.000 Euro. "Die Erinnerung an die im Krieg zerstörte Altstadt ist unser wichtigstes Vereinsziel", sagte die Vereinsvorsitzende zur Begründung. Mit den 45.000 Euro ist, wie Heiss versichert, nun eine adäquate Beleuchtung den neuen Bades garantiert. Nach Stand der Dinge werden von dem Otzberger Kunstschmied Schorsch Wolf insgesamt 80 Leuchten nach historischem Vorbild rekonstruiert, darunter größere Kronleuchter vier Ring und insgesamt 58 Deckenleuchten. Ein Exemplar, das Wolf nach alten Fotoaufnahmen bereits angefertigt hat, war bei der Spendenübergabe auf der Schwimmbad-Baustelle zu besichtigen: ein rund 40 Kilogramm schwerer, aus Stahl gefertigter Ausleger für die sogenannten Behrensleuchten. Städtische Badeanlage 1909 eröffnet Peter Behrens, ursprünglich zum Maler ausgebildet, mutierte in Darmstadt zum Architekten und baute sich als Mitglied der Künstlerkolonie 1901 das bis heute erhaltende Behrens-Haus auf der Mathildenhöhe. Später machte er als Mitglied im künstlerischen Beirat der AEG auch als Industriedesigner Karriere. Kein Wunder also, dass von ihm Lampenentwürfe stammen. Der geometrisch strukturierte Stahlausleger allerdings, so vermutet Wolf, ist nicht von ihm: "Das ist nicht unbedingt Jugendstil, sondern eine eher strenge Gestaltung. Wahrscheinlich stammt der Entwurf von Buxbaum." Sollte es tatsächlich so sein, würde die Originalität des Bades dadurch aber keineswegs geschmälert, denn August Buxbaum war der Architekt der 1909 eröffneten städtischen Badeanlage. Die Mitglieder des Altstadtvereins haben sich gestern auf der Baustelle davon überzeugen können, dass Lampen und den vielen anderen feinen Details der Raumgestaltung eine enorme Bedeutung für Darmstadts neues Jugendstilbad zukommt. Zwar musste Heiss immer wieder zum Hilfsmittel alter Fotos greifen, um zu verdeutlichen, wie es in den Anfangsjahren um 1900 ausgesehen hat Zwischen den Gerüsten, Abdeckplanen und den gelagerten Baumaterialien haben die 70 Handwerker und acht Restauratoren allerdings schon erste Flächen nach altem Muster rekonstruiert. Im Vestibül beispielsweise wurde der untere Teil der Säulen mit Stucco lustro verziert, einer dunklen Marmorimitation aus Kalkmörtel. Die obere Hälfte bekommt in den nächsten Wochen ein kräftiges Orange. Auch im Blauen Salon, der Vorhalle zum Herrenbad, deutet sich die bunte Zukunft schon an. Der Raum, das zeigen Farbmuster, wird ultramarin gestrichen, abgesetzt mit orange und braunen Ornamenten. "Das wird vermutlich die extremste Farbwirkung im ganzen Bad sein mit der größten Nähe zum Hochzeitsturm und dem Großherzogszimmer", sagt Heiss. Reihenweise Farben-Fragen Überhaupt Farbe: Welches Rot bekommen die hölzernen Umkleidekabinen im ersten Stock der Männerhalle, welches Blau die im Parterre? In welcher Farbintensität werden die Motive aus der Wasserwelt in den alten Badekabinen nachgemalt? Wie sollen die Restauratoren die reich verzierte Decke im Kassenraum rekonstruieren? Fragen über Fragen, die Heiss zu beantworten hat: "Das Jugendstilbad ist meine größte Baustelle, mit ihr beschäftige ich mich fast jeden Tag." Immerhin, die mächtige Gewölbedecke über dem Männerbecken erstrahlt bereits in neuem Goldocker und mit Graffito Stuckfries, und die umlaufende Balustrade hat ein zartes Hellblau bekommen. Die Außenfassade des Gebäudes ist ebenfalls zur Hälfte getüncht, und die beiden Putten des Bildhauers Heinrich Jost in dem Sandsteinrelief an der Eingangspforte sind gereinigt. Die Kandelaber von Albin Müller stehen am Eingang für die Eröffnung bereit, sicherheitshalber aber noch verschalt. Eigentlich sollte die festliche Eröffnung des Jugendstilbades am 27. September stattfinden. "Der Termin war aber nicht zu halten", sagt Martina Preisher vom Eigenbetrieb Bäder. "Wir haben derzeit noch keinen neuen Eröffnungstermin festgelegt, wollen aber auf jeden Fall vor Weihnachten fertig werden." Da die Aquapark Management GmbH als Betreiber die Eintrittspreise bekanntgegeben hat, ist Darmstadts neues Weihnachtsvergnügen zumindest schon zu kalkulieren: Der Einzelpreis für Erwachsene beträgt bei zwei Stunden Badezeit fünf Euro (Kinder 3,50 Euro), bei vier Stunden sieben Euro (5), die Tageskarte neun Euro (7). Wer den Wellnessbereich mit besuchen möchte, bezahlt 7,50 (5,50) für zwei Stunden oder 12 Euro (9) für die Tageskarte. Der Besuch des gesamten Wellnessbades mit "großer Saunawelt" kostet für Erwachsene wie Kinder elf Euro (zwei Stunden), 13,50 Euro (vier Stunden) und 16 Euro (den ganzen Tag). |
5. Februar 2008, FAZ.NET Kommentar 05. Februar 2008 Vielleicht wird man einmal im Rückblick sagen, die Eröffnung des Darmstädter Jugendsstilbads sei nur ein Fanal gewesen. Ein Zeichen, das Größeres angekündigt habe. Ein erster Hinweis auf eine bevorstehende Renaissance. Auf diese Idee könnte man angesichts der Begeisterung kommen, die viele Menschen am vergangenen Wochenende nach ihrem ersten Besuch im restaurierten Bad geäußert haben. Der Kontrast zu Darmstadts anderem Vorzeigebauwerk, dem Darmstadtium, hätte kaum größer ausfallen können. Das Lob hier hat sich in etwa de Waage mit der Kritik dort. Die Politik sollte diese Reaktion der Bürger sorgfältig wahrnehmen, zeigt sie doch, wie tief die Bindung an Darmstadts Jugendstilerbe ist. Vielleicht wird das Wissenschafts und Kongresszentrum ja eines fernen Tages tatsächlich als das Symbolbauwerk des 21. Jahrhunderts wahrgenommen, wie es Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD) erhofft. Gleichwohl haben die Stadtverordneten klug gehandelt, als sie sich einstimmig vergangene Woche dafür aussprachen, auch die Mathildenhöhe, dieses beeindruckende Jugendstilensemble künftig stärker zu pflegen und gezielt weiterzuentwickeln. Jugendstilbad als Vorbild Denn das was der Darmstädter Denkmalpfleger Nikolaus Heiss in Zusammenarbeit mit Restauratoren und anderen Denkmalpflegern im Jugendstilbad gelungen ist, ließe sich auf der Mathildenhöhe durchaus an anderen Stellen fortsetzen. Ob es sich um das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Haus Christiansen handelt, die verschwundenen Jugendstilgärten, das nur rudimentär rekonstruierte Haus Olbrich oder der Osthang der Mathildenhöhe an diesen und anderen Plätzen liegt der Musenhügel ebenso im Dornröschenschlaf wie das Jugendstilbad all die vergangenen Jahrzehnte. Zur Freude von Heiss gehört, dass das neue Bad für jeden fasslich vor Augen führt, was ein Kuss der Denkmalpflege bewirken kann. Der Weg zurück zu Jugendstil und Künstlerkolonie er ist dank der gelungenen Restaurierung des alten Volksbades keine graue Theorie. |
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4. Februar 2008, Frankfurter Rundschau Menschen stürmen Jugendstilbad "Gigantisch", "einfach super", "einzigartig", "ein Juwel"! Den ganzen Samstag überschlagen sich die Besucher des Jugendstilbades vor Lob. In drei Jahren hat die Stadt Darmstadt das Gebäude von 1909 für 22 Millionen Euro saniert. Jetzt, drei Wochen vor der Eröffnung, kommen rund 10.000 Menschen zum Tag der offenen Tür. Sie bilden eine Schlange, die mittags fast einmal über den Parkplatz reicht. Erst zum Abend hin verkürzt sich die Wartezeit von fast einer Stunde auf eine Viertelstunde. |
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