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Kennzahlen und Fakten

Kennzahlen und Fakten

Baubeginn _ Januar 2003
Eröffnung _ Mai 2004
Baukosten _ 8,9 Mio. EUR*
Wettbewerb _ 2002, 1.Preis
Projektleiter _ Helmut Schaefer

*ohne MwSt, KG 200-600

Bebaute Fläche _ 3.170 m²
Umbauter Raum _ 30.300 m³
Netto-Hauptnutzflächen _4.500 m²
Wasserflächen _ 777 m²


Raumprogramm

Foyer/Kassenservice, Umkleiden
Sportbereich
Erlebnisbereich
Gastronomie
Sportbereich
Saunabereich


16. Mai 2004, WAZ
"Baderöffnung: Auf die Plätze, fertig, Spaß!"

"Pünktlich zum Beginn der Badesaison öffnete Hamborns neues Rhein-Ruhr-Bad seine Pforten mit einem Tag der offenen Tür. Der Andrang war überwältigend - nicht nur für die Führungen durch das Bad sondern auch zum Freischwimmen mit Live-Musik.

Stephan Koch, zuständig für die "Operation Badführung", staunte nicht schlecht: Schon um 10 Uhr hatten sich lange Schlangen vor den Schaltern gebildet. "Ich hab damit gerechnet, dass viele kommen würden", so der Rettungsschwimmer. "Aber das halb Hamborn bereits um diese Zeit hier eintrudelt - wer hätte das gedacht."

Entsprechend lange standen sich die potentiellen Neukunden die Beine in den Bauch. Drängler und "Falschwarter" in zweiter Reihe sowie die einem Schwimmbad eigene, feuchtwarme Luft machten das Schlangestehen zur nervenaufreibenden Tortur. Es lohnte sich allerdings - nicht nur wegen des Breitwand-Bildschirms im Foyer, der den Fortschritt der Bauarbeiten Revue passieren ließ.

Etwa 20 Minuten dauerten die Führungen in Kleingruppen (die im Laufe des Vormittags aufgrund des Andrangs immer größer wurden) - durch die Umkleide mit modernem Chipsystem, zu den Saunen und ins Schwimm-Paradies. Spätestens in der Sauna entfuhren den Besuchern anerkennende Pfiffe und Äußerungen wie "Dolles Ding" oder "Mein lieber Schwan". Das Ambiente hatte es auch in sich: Dezent geschmackvoll statt protzig, dabei mit allem erdenklichen Komfort (inklusive Biosauna, Blockbohlensauna und Eisdusche) ausgestattet.

Allerdings hatten viele Besucher nicht vergessen, dass das Bad aufgrund mangelnder finanzieller Mittel verkleinert wurde. Das Sportbecken sorgte dann auch bei passionierten Schwimmern für betretene Gesichter. "Das ist ja viel winziger als in Neudorf", so Herbert Findling. "Und da hat man schon kaum Platz." Stephan Koch wusste allerdings zu beruhigen: "Wir müssen erstmal den Badbetrieb abwarten - dann wird sich zeigen, ob das Becken zu klein ist."

Die Spaßzone entschädigte allerdings enorm. Zwar wurden auch hier Fragen laut, ob die Größe wirklich geeignet sei, dem Hamborner Bedarf gerecht zu werden, aber die Betreiber haben einiges aufgeboten: Neben Wasserrutsche, Wasserfall und Klettergerüst sorgt ein patentierter Apiball für Wellengang.

Augrund der Wärme im Foyer verzichteten viele Besucher auf einen Einblick in die bad-Technik. "Macht nichts, ich hab ohnehin alle Hände voll zu tun", so der technische Betreuer der Anlage, der seine Freude darüber, dass sich überhaupt Gäste für seine Führung entschieden, kaum verbergen konnte.

Die erste technische Feuerprobe bestanden Mühlen und sein Team übrigens mit Bravour: Ab 14 Uhr hieß es "Auf die Plätze, fertig, Spaß" - und den hatten die ersten Nutzer des Rhein-Rhur-Bads sichtlich. Das Nachsehen hatte eigentlich nur das bezaubernde Akustik-Elfchen "Stef", dessen gehauchte Popsongs aufgrund des Lärmpegels untergingen, ohne dass ein Rettungsschwimmer dies bemerkte."

Von Holger Beck

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