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Artikel aus "Archiv des Badewesens", Ausgabe 01.03
Freizeitbad AquaRiese

von Dipl.-Ing. Thomas Duzia

Die Stadt Bad Staffelstein, etwa 25 km nordöstlich von Bamberg und südlich von Coburg im oberfränkischen Maintal gelegen, ist die Geburtsstätte von Adam Riese, der dort 1492 zur Welt kam. Mit der 1986 eröffneten Obermain-Therme verfügt der Kurort über Bayerns wärmstes und stärkstes Thermalsolbad. Diese Therme bietet 1600 m2 Wasserfläche und eine großzügige Saunalandschaft zur Unterstützung des Kurbetriebs. Das Wasser wird aus einer Tiefe von 1600 m mit einem Solegehalt von 9 % gefördert und gelangt mit 28-36 °C und einem Salzgehalt von 1,5 bis 4 % in die Badebecken der Therme. Da die Thermalsole für den Schul- und Vereinssport nicht geeignet ist und der – insbesondere längere – Aufenthalt darin für Kleinkinder nicht für ratsam gehalten wurde, beschloss die Gemeinde, ein weiteres Hallenbad zu errichten, das als Ergänzung zum Kurbetrieb vor allem für diesen Personenkreis vorgesehen wurde.

Der Standort

1999 wurde das Architektur- und Ingenieurbüro Dr. Krieger durch die Stadt Staffelstein beauftragt, in Abstimmung mit der Stadt zunächst eine städtebauliche Analyse über sieben unterschiedliche Standorte im Stadtgebiet zu erstellen. Von ihnen kamen drei Standorte in die nähere Auswahl und wurden mit Entwürfen detaillierter untersucht. Die Entscheidung fiel schließlich auf ein freies Gelände außerhalb des Stadtgebiets an dem als Badesee genutzten Ostsee in unmittelbarer Nähe eines Campingplatzes. Die besondere Lage des Standorts erforderte für die Planung des Bades die Berücksichtigung von Hochwasserschutz, andererseits aber auch, dass die Aussicht auf die attraktive landschaftliche Umgebung einbezogen wird und weitgehend erhalten bleibt.

Architektonische Gestaltung

Bei der äußeren Gestaltung des Bades waren eine klare Formensprache, die Ablesbarkeit der unterschiedlichen Nutzungen, die Verwendung des für die Region typischen Baumaterials und nicht zuletzt eine wirtschaftliche Konstruktion Entwurfsprämisse. Der langgezogene Hauptbaukörper der Badehalle – mit den Wasser- und Liegeflächen – besteht aus einer transparenten Alu-Glas-Konstruktion. In ihn sind zwei weitere Baukörper eingeschoben, von denen einer vollständig mit Holz verkleidet wurde. Darin befinden sich das Eingangsfoyer, die Umkleiden und die Vorreinigungsräume. Der zweite Baukörper, in dem die Gastronomie untergebracht ist, wurde farbig gestaltet und mit einer dem See zugewandten Terrasse versehen. Die beiden der Haupthalle untergeordneten Bauteile erhielten ein extensiv begrüntes Flachdach, um der Versiegelung der Grünflächen durch das Bauvorhaben ausgleichende Maßnahmen entgegenzusetzen. [ ... ]

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A.B. Archiv des Badewesens
erscheint monatlich und ist das offizielle Fachorgan der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. und des BUNDESFACHVERBANDES ÖFFENTLICHE BÄDER E. V. (BÖB), Essen.

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