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| Freizeitbad Bad Staffelstein - Sonnendecks mit Ausblick auf den See Das neu zu errichtende Hallenbad Staffelstein liegt an einem Badesee ausserhalb des Stadtgebiets. Seine Lage bringt sowohl die Herausforderung mit sich, das Gebäude in einem von jährlichem Hochwasser betroffenen Areal zu errichten, als auch den Anspruch, einen Ausblick auf den Badesee und die attraktive Landschaft in der Umgebung zu ermöglichen. Das Badeangebot ist als Ergänzung zur nahegelegenen Obermain-Therme gedacht. Mitten in der Natur Die besondere Lage an dem Badesee, der Hochwasserschutz und Ausblick auf die Umgebung fordert, wurde in der Planung berücksichtigt. Die Badeebene, der Umkleidetrakt, die Gastronomie und die Sonnendecks mit Ausblick auf den See werden einen Meter über dem Außengelände errichtet. Intensiv begrünt Bei der äußeren Gestaltung des Bades waren eine klare Formensprache, die Ablesbarkeit der unterschiedlichen Nutzungen, die Verwendung des in der Region typischen Baumaterials Holz und nicht zuletzt eine wirtschaftliche Konstruktion die Entwurfsprämissen. Die zwei der Haupthalle untergeordneten Bauteile erhalten ein extensiv begrüntes Flachdach, um der Versiegelung der Grünflächen durch das Bauvorhaben ausgleichende Maßnahmen entgegenzusetzen. Rutsche mit Landebecken Die unmittelbare Nähe zur vorhandenen Obermain-Therme prägt die Besuchergruppen: Einerseits werden Familien mit Kindern und Jugendlichen, andererseits sportlich ambitionierte Badegäste und Schulklassen ein ihren Ansprüchen entsprechendes Angebot an Badeattraktionen vorfinden. Neben Mehrzweckbecken, Erlebnisbecken mit Strömungskanal, Kletterwand und Unterwassermassagen bietet ein Planschbecken diverse Wasserspiele. Als besondere Attraktion ist eine circa 75 m lange Rutsche geplant, die ein eigenes Sicherheitslandebecken erhält. Drei charaktervolle Baukörper Der langgezogene Hauptbaukörper des Hallenbades besteht aus einer leichten, transparenten Alu-Glas-Konstruktion. Er beinhaltet alle Wasser- und Liegeflächen. In diesen Körper sind zwei weitere Baukörper eingeschoben. Einer von ihnen ist komplett mit Holz verkleidet und beherbergt die Umkleiden, Vorreinigungsräume sowie das Eingangsfoyer. Der zweite beinhaltet die Gastronomie und ist als farbiger Körper gestaltet. Dieser versorgt außer den Hallenbadbesuchern auch externe Gäste in seinem circa 60 Personen fassenden Gastraum sowie auf seiner dem See zugewandten Terrasse. |
| Artikel aus "Archiv des Badewesens", Ausgabe 01.03 Freizeitbad AquaRiese von Dipl.-Ing. Thomas Duzia Die Stadt Bad Staffelstein, etwa 25 km nordöstlich von Bamberg und südlich von Coburg im oberfränkischen Maintal gelegen, ist die Geburtsstätte von Adam Riese, der dort 1492 zur Welt kam. Mit der 1986 eröffneten Obermain-Therme verfügt der Kurort über Bayerns wärmstes und stärkstes Thermalsolbad. Diese Therme bietet 1600 m2 Wasserfläche und eine großzügige Saunalandschaft zur Unterstützung des Kurbetriebs. Das Wasser wird aus einer Tiefe von 1600 m mit einem Solegehalt von 9 % gefördert und gelangt mit 28-36 °C und einem Salzgehalt von 1,5 bis 4 % in die Badebecken der Therme. Da die Thermalsole für den Schul- und Vereinssport nicht geeignet ist und der insbesondere längere Aufenthalt darin für Kleinkinder nicht für ratsam gehalten wurde, beschloss die Gemeinde, ein weiteres Hallenbad zu errichten, das als Ergänzung zum Kurbetrieb vor allem für diesen Personenkreis vorgesehen wurde. Der Standort 1999 wurde das Architektur- und Ingenieurbüro Dr. Krieger durch die Stadt Staffelstein beauftragt, in Abstimmung mit der Stadt zunächst eine städtebauliche Analyse über sieben unterschiedliche Standorte im Stadtgebiet zu erstellen. Von ihnen kamen drei Standorte in die nähere Auswahl und wurden mit Entwürfen detaillierter untersucht. Die Entscheidung fiel schließlich auf ein freies Gelände außerhalb des Stadtgebiets an dem als Badesee genutzten Ostsee in unmittelbarer Nähe eines Campingplatzes. Die besondere Lage des Standorts erforderte für die Planung des Bades die Berücksichtigung von Hochwasserschutz, andererseits aber auch, dass die Aussicht auf die attraktive landschaftliche Umgebung einbezogen wird und weitgehend erhalten bleibt. Architektonische Gestaltung Bei der äußeren Gestaltung des Bades waren eine klare Formensprache, die Ablesbarkeit der unterschiedlichen Nutzungen, die Verwendung des für die Region typischen Baumaterials und nicht zuletzt eine wirtschaftliche Konstruktion Entwurfsprämisse. Der langgezogene Hauptbaukörper der Badehalle mit den Wasser- und Liegeflächen besteht aus einer transparenten Alu-Glas-Konstruktion. In ihn sind zwei weitere Baukörper eingeschoben, von denen einer vollständig mit Holz verkleidet wurde. Darin befinden sich das Eingangsfoyer, die Umkleiden und die Vorreinigungsräume. Der zweite Baukörper, in dem die Gastronomie untergebracht ist, wurde farbig gestaltet und mit einer dem See zugewandten Terrasse versehen. Die beiden der Haupthalle untergeordneten Bauteile erhielten ein extensiv begrüntes Flachdach, um der Versiegelung der Grünflächen durch das Bauvorhaben ausgleichende Maßnahmen entgegenzusetzen. [ ... ]
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| Kontakt | ||
Dr. Krieger Architekten + Ingenieure GmbH & Co. KG Blumenstraße 2 D-42551 Velbert T +49 (0)2051-3107-0 F +49 (0)2051-3107-90 info@architekt-krieger.de © 2010 Dr. Krieger, Impressum |