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09.01.2010, Stadtanzeiger
Neues Gemeindezentrum nicht teurer als Sanierung
Neue Wohnbebauung soll ebenfalls zwischen Oststraße und stillem Park enstehen
Neben der Christuskirche soll ein neues Gemeindezentrum entstehen. Eine Jury hat sich jetzt eindeutig für den Entwurf des Velberter Architekturbüros Krieger entschieden.
Velbert. Acht Büros wurden angeschrieben, sechs davon reichten Entwürfe ein. Nach mehreren Runden, in denen über die anonym eingereichten Vorschläge beraten wurde, stand der Sieger fest. "Die Vorteile überwiegen", stellt Delef Jobst von der städtischen Bauleitplanung fest.
Zusammen mit einem weiteren Vertreter aus der Verwaltung, drei Vertretern der Evangelischen Kirchengemeinde, drei Architekten und zwei Velberter Kommunalpolitikern, wurde die Entscheidung getroffen. In dem Büro Dr. Krieger arbeiteten vor allem das Ehepaar Esther und Thomas Kalman für den preisgekrönten Entwurf. Den zweiten Preis sicherte sich das Büro Schönborn und Hölscher, der dritte Preis ging an das Architekturbüro Stein in Casel bei Trier.
Das neue Gemeindezentrum entsteht in einem respektvollen Abstand nördlich der Christuskirche. Mittelpunkt des Komplexes bildet der variabel nutzbare Gemeindesaal, ein schlichter Raum der durch seine Öffnung nach Südosten eine eindeutige Beziehung zu dem neu entstehenden Kirchplatz bildet. Gruppenräume, Küche, Nebenräume sorgen für eine vielfältige Nutzung, mobile Trennwände ermöglichen eine große Variabilität.
Die Evangelische Kirchengemeinde Velbert stand vor einigen Jahren vor der Frage, das Gemeindezentrum an der Oststraße zu sanieren. "Da stellte sich heraus, dass ein Neubau nicht teurer als eine Sanierung kommt," so Hartmut Schneidt, der Vorsitzende des Presbyteriums. Dabei legen die Protestanten ein ganz besonderes Augenmerk auf die Präsenz in der Innenstadt: "Die Stadtmitte wird in Zukunft der Gemeinde sein", beschreibt Schneidt die Strategie. Finanziert werden soll der rund 1,8-Millionen-Euro-Neubau durch den Verkauf der bisherigen Liegenschaften an der Oststraße.
Und neben dem künftigen Gemeindezentrum Christuskirche entsteht auf dem 1,2 Hektar großen kirchlichem Grundstück eine neue Wohnbebauung. Die zieht sich bis zum ehemaligen Borussia-Sportplatz, dem künftigen Schulstandort, die jetzige Pestalozzischule wird weichen. Der städtebauliche Entwurf war ebenfalls Teil des Architekten-Wettbewerbs. Stadtplaner Jobbst weist darauf recht für eine Wohnnutzung geschaffen werden muss.
Eine zeitliche Perspektive zur Realisierung des Entwurf gibt es nach Auskunft des Presbyteriumsvorsitzenden Scheidt noch nicht.
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