Tragwerksplanung
Das sichere Fundament für Architektur und Wirtschaftlichkeit

„Um heute kosteneffizient Tragwerke zu konzipieren, die auch den Erweiterungen von morgen Stand halten können, benötigt man viel Erfahrung im Bäderbau.“

Wie sich der Lebenszyklus eines Gebäudes, insbesondere eines Sport- und Freizeitbades entwickelt, hängt auch ganz wesentlich von der Tragwerksplanung ab. Bereits zu einem frühen Zeitpunkt im Planungsprozess gilt es, Konstruktionen und Baustoffe zu definieren. Dies erfolgt im Rahmen einer engen Zusammenarbeit mit den Architekten. Unsere Architekten und Ingenieure haben dabei immer das Ziel vor Augen, das Objekt kosteneffizient zu realisieren und langfristig sicher nutzbar zu machen.

Dies beginnt mit der richtigen Einschätzung des Baugrundes und der entsprechend sicheren Wahl der Fundamentierung. Die Praxis zeigt immer wieder, dass gerade dieser erste Schritt in erheblichem Maße zur Einhaltung der Kostenkalkulation sowie des Zeitplanes beiträgt. Im weiteren Verlauf ist dann zu klären, wie sich die Art der Nutzung und die zu erwartende Belastung darstellen. Bei Sport- und Freizeitbädern können zu einem späteren Zeitpunkt Nutzungsänderungen und Erweiterungen erfolgen. Das wissen unsere Planer. Damit beeinflussen Trends und das sich wandelnde Badegastverhalten nachhaltig auch die Anforderungen an die Tragwerksplanung. Über allem steht jedoch der Aspekt der Sicherheit. Hier müssen Fragen geklärt werden, ob das Objekt beispielsweise erdbebensicher ist und wie es mit Schneelasten im Winter aussieht. Ebenso sind Kriterien wie Verschleiß sowie Umwelt- und Witterungseinflüsse zu berücksichtigen. Auch die Wahl geeigneter Materialien und Baustoffe trägt wesentlich zur soliden Bauweise eines Objektes bei.

Andreas Brose, Leiter Tragwerksplanung

Beckenkonstruktionen aus Beton, auch „Weiße Wanne“ genannt, ist die langjährig erprobte und bewährte Spezialität von KRIEGER. Beton hat den Vorteil, dass er sich an beliebige Formen anpassen lässt und eine hohe Endfestigkeit hat. Je nach Ausführung ist er außerdem beständig gegen Umwelteinflüsse und Chemikalien. Bei der Verarbeitung müssen u.a. Bewegungsfugen eingeplant werden, da Betonbaukörper generell zur Rissbildung neigen. Entsprechende betontechnologische Maßnahmen und die Wahl der passenden Bewehrung können aber verhindern, dass große Risse entstehen. Die unvermeidbaren, sehr kleinen Risse von nur 0,10 bis 0,20 mm verhindern jedoch das tiefe Eindringen des Wassers und schützen so den Bewehrungsstahl vor Korrosion.

Unter Beachtung von Planungszielen, architektonischer Kreativität, örtlichen Gegebenheiten und Budgetrestriktionen ist für den Tragwerksplaner die Einhaltung von Normen und Richtlinien ein wichtiges Kriterium seiner Arbeit. Auch ist bei der Planung der Einsatz von fertigen Produkten der Bauindustrie zu überprüfen. Hier bietet sich oft die Chance für wirtschaftlichere Lösungen sowie für die sichere Einhaltung von Anforderungen des Schall-, Wärmeund Brandschutzes.

Bei allen diesen Überlegungen muss jedoch während der gesamten Planungsphase die Kostensituation beachtet werden. Es geht darum, die benötigten Baustoffe möglichst genau zu kalkulieren, um später die geplanten Baukosten auch einhalten zu können. Dies ist besonders bei kommunalen Aufträgen zum Bau oder zu Erweiterungen von Sport- und Freizeitbädern von Bedeutung.