Konsequente Erweiterung: Damit Badegäste neugierig bleiben

Das AGGUA Troisdorf wurde 1999 von KRIEGER gebaut. Inzwischen wurden vier Erweiterungen beauftragt und umgesetzt. Sauna, Riesenrutsche, Lehrschwimmbecken und nun die Erweiterung der Sauna als Pfahlsauna. Die Agger tritt jedes Jahr sicherlich einmal über die Ufer. Daher ist eine Sauna auf Pfählen sinnvoll. Dabei entfaltet sie eine tolle Atmosphäre, die Besucher aus größerer Entfernung anzieht.

Die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte. Ein Interview mit dem AGGUA-Geschäftsführer Jürgen Knebel.

Das AGGUA TROISDORF ist im Jahr 1999 in Betrieb gegangen. Inzwischen ist die vierte Erweiterung bzw. zweite Saunaerweiterung eröffnet worden. Wie kam es zu dieser erfolgreichen Entwicklung?

Jürgen Knebel: „Bereits im Jahre 1996 haben wir uns aufgrund einer Machbarkeitsstudie für ein Raumprogramm entschieden, das jeweils zu einem Drittel die Bereiche Sport, Spaß und Wellness umfasste. Da bereits ein Jahr nach der Eröffnung 1999 die prognostizierte Anzahl von Saunagästen deutlich überschritten war, wurde 2001 zum ersten Mal die Sauna erweitert. Die Anzahl der Saunagäste lag dann auch schon sehr bald bei über 30.000 Besuchern pro Jahr. 

Im Badbereich war es ähnlich. Aus diesem Grund ist dann im Jahr 2003 ein zusätzliches Lehrschwimmbecken entstanden. Auf Basis einer weiteren Wirtschaftlichkeitsuntersuchung wurde als nächstes im Jahr 2005 mit der „Black Hole Riesenrutsche“ den Badegästen eine neue Attraktion geboten. Damit konnten wir so viele neue Besucher erreichen, dass sich diese Investition dadurch selbst trägt. Im Oktober 2011 haben wir schließlich als aktuellste Angebotserweiterung ein in NRW bisher einmaliges Pfahlbau-Saunadorf eröffnet. Damit soll einem drohenden Besucherschwund entgegen gewirkt werden. Untersuchungen haben ergeben, dass eine Erweiterung und Neukonzeption unseres Saunaangebotes wirtschaftlich sinnvoll ist. Mit einer entsprechenden Preisanpassung ist auch hier zu erwarten, dass sich diese Baumaßnahme selbst finanziert. Schon in den ersten beiden Monaten zeichnete sich ab, dass die Besucherzahlen um 1.000 Gäste pro Monat verglichen mit dem Vorjahr gestiegen sind. 

Im vergangenen Jahr konnte das AGGUA TROISDORF auf 470.000 Besucher zurückblicken. Das angepeilte Ziel ist nun, die Grenze von 500.000 Besuchern zu überschreiten. Unsere Strategie besteht stets darin, nach ein paar Jahren etwas Neues anzubieten, um sich nach dem aktuellen Trend zu richten und im Gespräch zu bleiben. Ansonsten setzt ein Sättigungseffekt ein und die Besucherzahlen gehen kontinuierlich zurück. Aber all diese Entscheidungen müssen immer wirtschaftlich sinnvoll sein und durch eine entsprechende Machbarkeitsstudie untermauert werden.“

KRIEGER Architekten | Ingenieure begleiten Sie bereits von Anfang an. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und was schätzen Sie besonders daran?

Jürgen Knebel: „Im Rahmen eines Ideen-Wettbewerbs bekam KRIEGER damals den Zuschlag, das AGGUA TROISDORF zu bauen, weil das Büro das überzeugendste Konzept abgeliefert hatte. Aus unserer Sicht gelten sie damals wie heute als eines der erfahrensten Planungsbüros Deutschlands. Sie haben den klaren Vorteil, das AGGUA TROISDORF zu kennen, zumal die handelnden Personen zum Teil auch heute noch die gleichen sind. Wir fühlen uns als Bauherr immer gut bedient. Auf unsere Fragen und Vorstellungen wird immer zeitnah und kompetent reagiert. Die Zusammenarbeit ist daher sehr unkompliziert. Auch sind unsere Ansprechpartner permanent kreativ und kommen mit neuen Ideen. Wir sind auch schon wieder im Gespräch darüber, welche neuen Projekte für die nächsten Jahre interessant sein könnten.“ 

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