Sanierung und Attraktivierung des Freibades Ganderkesee

Entwurfserläuterung
Die Gemeinde Ganderkesee beabsichtigt, das im Jahr 1965 errichtete Freibad einer Modernisierung zu unterziehen und für die kommenden Jahrzehnte eine optimiert zu betreibende Freizeitanlage der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Die hier beschriebene Machbarkeitsstudie soll neben den dafür erforderlichen Maßnahmen einen weiteren wichtigen Bestandteil des Freizeit- und Tourismusangebotes berücksichtigen: die weitere Entwicklung des bestehenden Standortes als Sauna- und Wellnessstandort im Saunahuus.

 

Entwurfsprämissen
Derzeit bestehen im Bereich des Sauna/Freibad-Einganges im Foyer durch planerische Maßnahmen nicht zufriedenstellend zu beseitigende Nutzerkonflikt-Potentiale. Eine Neuordnung der Eingangssituation ist Bestandteil des Konzeptes.

Unter Berücksichtigung des Erhalts und minimierten Eingriffes in die Beckenlandschaft soll eine barrierefreie Zugänglichkeit an alle modernisierten Becken erreicht werden. Für die beabsichtigte Ausweitung der Betriebszeiten des Freibades soll durch bauliche Maßnahmen eine Komfortsteigerung (Wärmehalle) erreicht werden.

 

Die Neugliederung der Freiflächen im Freibad soll eine in mehreren Stufen umsetzbare Erweiterung der Saunalandschaft ermöglichen. Schall- und Sichtbeeinträchtigungen sind hier einerseits zu beseitigen, Synergien (periodisch gemeinsam zu nutzende Sanitäranlagen) zu nutzen.

Die Erweiterungsstufe „Kursbecken“ soll für alle Nutzergruppen im Rahmen einer intelligenten Betriebskonzeption zur Verfügung stehen: externe Kursbesucher ohne Sauna- oder Freibadeintritt, Saunabesucher, Nutzer möglicher Erweiterungsstufen, wie Physiotherapie, Wellness, etc.

Die Neuordnung und Zusammenlegung von wirtschaftlich zu betreibenden technischen Anlagen in den dafür vorgesehenen und vorhandenen Technikräumen soll auch weitere Ausbaustufen versorgen.

Im Rahmen der Ausbaustufen werden Unzulänglichkeiten des Saunabetriebs zu beseitigen sein: unbefriedigende Gastronomie-Aufenthaltsflächen, fehlende und nicht vorschriftenkonforme Küchenplanung, fehlende, bzw. zu gering bemessene Verwaltungsräume, bzw. Interims- und Kompromisslösungen dazu.

Es soll über einen Lösungsvorschlag die Attraktivierung und damit die wettbewerbsfähige Gestaltung der Sauna-Außenbereiche aufgezeigt werden.

 

Badelandschaft
Die Becken erhalten, in Abhängigkeit weiterer wirtschaftlicher Gegenüberstellungen sinnvollerweise eine Auskleidung und einen neuen Beckenkopf aus Edelstahl inkl. des Reinwassereinströmsystems. Das 50-m-Becken wird auf eine Breite von 6 Bahnen reduziert, die angehobene Beckenkopfsituation in Teilbereichen erhalten. Ein seitlicher Beckeneinstieg mit Treppen im Bereich der heutigen Gastronomiezuwegung wird zu einer optional möglichen Wärmehalle vorbereitet. Eine Beckenabdeckung wird planerisch angeordnet und in Abhängigkeit wirtschaftlicher Betrachtungen realisiert.

Das Springerbecken wird in der Fläche reduziert, da zur Trennung vom Schwimmerbecken die geometrischen Bedingungen den notwendigen Abstand beider Becken nicht erlauben. Der Beckenkopf, und damit die Absprungstellen an 1-m-Brett und den Sprungplattformen werden angehoben, um die für den 5-m-Turm erforderliche Wassertiefe zu erreichen. Die Anordnung einer Kletter-(Boulder)-Anlage wird untersucht und in Abhängigkeit der ermittelten Kosten als Attraktivitätssteigerung ggf. vorgerüstet.

Das Nichtschwimmerbecken wird zunächst von der Gefahrenstelle „Rutschenlandebereich“ befreit und damit neue Aktionsflächen geschaffen. Schaukelgrotte, Geysire, Bodenbrodler, Wasserkanone, Nackenduschen, etc. erweitern die Attraktivität.

Das Planschbecken wird vom der bisherigen Standort verlagert. Die neue Lage in der Nähe des Freibad-Gastronomieangebotes, den Umkleiden etc. optimiert die Nutzung und die Einsehbarkeit. Darüber hinaus werden Flächen für die Erweiterung der Sauna  nach Süden frei. Optimal bietet sich das bisher runde Becken als Standort für eine Rund-Saline mit innen angeordneten Kneippbecken an.

 

Freianlagen
Die Beckenumgänge werden neu gestaltet. Die barrierefreie Anordnung der Zuwegung zu den Becken wird gegenüber dem heutigen Stand übersichtlicher gestaltet, Rampen werden neu integriert. Die Durchschreitebecken werden durch Mulden ersetzt. In der Nähe des neuen Planschbeckens befindet sich der umverlagerte Spielplatz. Schattenspendende Segel gliedern die Flächen. Sportflächen sind eher peripher belassen.


 

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