Seit der Schließung des ehemaligen Freibads im Jahr 2010 blieb das Nizzatal ohne Außenwasserfläche. Mit dem neuen Naturfreibad Nizzabad erhält Velbert-Langenberg nun wieder einen Ort, der diesen Landschaftsraum reaktiviert und als Teil des Tals erfahrbar macht.
Die Architektur versteht Wasser, Topografie und Aufenthalt nicht als getrennte Elemente, sondern als zusammenhängendes räumliches Gefüge. Holzterrassen, Liegeflächen und Badebereiche reagieren auf die natürliche Struktur des Nizzatals und schaffen einen Ort, der sich bewusst in die Landschaft einfügt, statt sich ihr überzuordnen.
Diese konsequente Einbindung spiegelt sich auch im technischen Konzept wider: Die Wasseraufbereitung erfolgt vollständig biologisch durch drei parallel im Wasserkreislauf eingebundene Filterverfahren und ohne jeglichen Einsatz konventioneller Badewasserchemie. Damit entsteht ein System, das die landschaftliche Sensibilität des Tals berücksichtigt und den Charakter des Naturraums schützt, statt ihn herauszufordern.